Von Trommeln über Luftmatratzen: So war das Alpen Flair 2025

Wir kommen aus Deutschland, aus der Schweiz, aus Südtirol und Österreich“. Neue Hymne, neue Acts, doch wie jedes Jahr die eine gemeinsame Leidenschaft. Auch heuer hat das Alpen Flair in Südtirol wieder Musikfans aus nah  und fern in den Norden Italiens gelockt. Inmitten der Berge und Apfelplantagen wurde vom  18. bis zum 21. Juni  wie wild gefeiert.

Los ging es der Tradition gemäß mit der Warm-up-Party in Natz. Livebands, Food- und Getränkewagen sorgten für einen tollen Abend, an dem sich jeder ordentlich auf die kommenden Festivaltage einstimmen konnte.

Donnerstag

Rein ging’s auf das Gelände des Ex-Nato-Areal. Und da eröffneten die Elbrebellen mit einem rockigen Moin Moin die Flair Stage. gefolgt von der Elli Berlin, die dem Publikum einheizte.

Im Anschluss gab’s Glam und Gitarrensound mit John Diva, die als erster Act auf der Alpen Stage auftraten. Weiter sorgten Eizbrand und Thundermother für ordentlich Stimmung. Es folgten die Schürzenjäger. Und da wurde Stagediving mal ganz anders praktiziert. Denn Sänger Dominik Ofner schmiss sich auf die Luftmatratze und schwebte so über das Publikum.

Bei den letzten beiden Auftritten des Tages zeigte sich das Alpen Flair mal von einer ganz neuen Seite. Zum ersten Mal waren zwei Djs auf der Bühne. Nämlich Nils und Niklas von HBz, die mit ihren Versionen bekannter Songs richtig Partystimmung machten. Auch Alexander Eder, der erst am nächsten Tag an der Reihe war, holten sie schon vorab auf die Bühne, um seinen Song „schief gehen“ einzustimmen.

Und zum Schluss war Schlager-Rap an der Reihe. Der junge Bayer Tream gab dem Abend noch einen idealen Ausklang.

Freitag

Frech und laut war der Start am Freitag auf der Flair Stage. Mit Lustfinger. Auf die folgten dann nicht wie ursprünglich angekündigt Wiens No 1, sondern die Jungs von Ernstfall.

Mit viel Stimmung lud dann die Alpen Stage ein. Im grauen Dirndl mit rosa Schürze heizte Anja Bavaria ein. Und dann folgte Volksrock pur von den Troglauern. Nino de Angelo war der dritte im Bunde. Er musste leider auf seine Band verzichten, aber als alter Hase im Musikbusiness wusste er, wie er allein mit seiner Stimme überzeugen kann.

Und er weiß wie er mit Stimme und Charme das Publikum begeistern kann: Frauenschwarm Alexander Eder folgte und es dauerte nicht lange, bis die ersten BH in Richtung Bühne flogen.

Nun kam die Band, die wohl die weiteste Anreise hinter sich hatte. Die US-amerikanische Alternative-Metal-Gruppe Nothing More brachten das Gelände zum Beben. Rammsteinfans kamen zum Schluss auf ihre Kosten. Die Tribute-Band „Stahlzeit“ legte los. Für ihren Auftritt wurden schon seit dem Nachmittag die Pausen genutzt, um aufzubauen. Aus gutem Grund. Denn neben der Musik war auch viel Show mit Feuer und Knallern geboten.

Samstag

Alles hat ein Ende, auch das Alpen Flair 2025. Und da gab es am Samstag noch einmal Hardrock von Lost Obsession und Punk von 33rpm auf der Flair Stage zu erleben.

Stunde Null eröffneten an diesem Tag die große Alpen Stage und beendeten ihren Auftritt mit einer traurigen Nachricht. Sie werden sich zum Ende des Jahres auflösen. Somit war es das letzte Festival, auf dem sie aufgetreten sind. Es sollen aber noch ein Abschluss-Album erscheinen und Abschiedskonzerte stattfinden.

Ehrliche Texte um überwiegend ernste Themen, gepaart mit punkigen, oft auch harten Gitarrensounds. So beschreiben sich Grenzenlos. Auch sie gab’s auf der Alpen Stage zu erleben. Wie sich die Kombi aus Rock und Klassik anhört, das zeigten im Anschluss Letzte Instanz. Und wie sich Celine Dions Welthit „My heart will go on“ noch anhören kann, das machten Brdigung deutlich. Als Einspieler für ihr Konzert nahmen sie sich die Melodie des Titanic-Soundtracks und dichteten ihn in eine Version um, die auf sarkastische Weise beschrieb, warum die Band die Geilste sei. Auch danach durften freche Witze nicht fehlen.

Laut und Wild ging es weiter, als die Krawallbrüder ihrem Namen alle Ehre machten. Und traditionsgemäß standen als letzter Act des Festivals Frei.Wild auf der Bühne. Für Fans ein absolutes Muss. Den es war der einzige exklusive Auftritt der Südtiroler im Jahr 2025. Neben den bekannten Tracks, wie der Hymne für Südtirol, spielten sie auch erste neue Songs des noch unveröffentlichten Albums „Immer unter Feuer“. 

Das nächste Alpen Flair findet von 17. bis 20. Juni 2026 statt – erste Künstler sind schon angekündigt. Nämlich Eisbrecher, Fäaschtbänkler, Goitzsche Front, Philipp Burger & Band sowie und die Drunken Swallows. Doch einer fehlt noch. Der kündigte sich mit einer Videobotschaft an. Und zwar niemand Geringeres als Peter Maffay, der auch im kommenden Jahr mit am Start sein wird.

So schnell ist das größte Volksfest Südtirols dann auch schon rum. Tolle Tage inmitten der Berge, in denen die Besucherinnen und Besucher nicht nur Musik und Südtiroler Flair erlebt haben, sondern auch wieder erfahren haben, was es heißt Teil der Alpen Flair-Familie zu sein. Egal woher man ist, hier ist man immer Willkommen.

Bericht und Fotos von Manuel Hinmüller für Pressure Magazine


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