Metallica band The Lords Of Summer

Am Samstag, dem 30. Mai 2026, spielten METALLICA im Berliner Olympiastadion vor einer historischen Rekordkulisse von 95.000 Zuschauern. Die Metal-Ikonen brachen damit den bisherigen Konzert-Besucherrekord von U2 aus dem Jahr 2009. Das Konzert im Rahmen der fortgesetzten M72 World Tour ging als eines der größten Stadion-Einzelkonzerte in die deutsche Live-Geschichte ein.

95.000 Fans im Olympiastadion Berlin

Der historische Zuschauerrekord wurde durch die gewaltige 360-Grad-Mittelbühne ermöglicht. Da sich die ringförmige Bühne im Zentrum des Innenraums befand, gab es keinen klassischen Backstage-Bereich. Dadurch konnte nahezu jeder Sitzplatz im Olympiastadion Berlin verkauft werden.

Im Zentrum der Ringbühne feierten die Hardcore-Fans im legendären Snake Pit. Durch die offene Bühnenkonstruktion wirkte das Konzert wie eine gigantische Metal-Messe unter freiem Himmel.

87 Trucks transportierten das Equipment nach Berlin. Über 1.000 Techniker waren am Aufbau beteiligt.

Knocked Loose und Gojira als Support in Berlin

Den Abend eröffneten Knocked Loose um 17:30 Uhr. Die US-Hardcore-Band lieferte ein kompromissloses Brett und setzte früh ein klares Zeichen. Das war keine typische Aufwärmnummer, sondern ein massiver Einstieg in einen langen Metal-Abend.

Ab 18:30 Uhr übernahmen Gojira. Die französischen Metal-Schwergewichte brachten das Olympiastadion endgültig auf Betriebstemperatur. Mit ihrem wuchtigen Sound, technischer Präzision und enormer Bühnenpräsenz erwies sich die Band als starker Support für METALLICA.

METALLICA starten mit „Creeping Death“

Pünktlich um 20:14 Uhr begann die Show von METALLICA nach den traditionellen Intros „It’s a Long Way to the Top“ von AC/DC und „The Ecstasy of Gold“ von Ennio Morricone.

Dann stürmten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo die Bühne. Ohne lange Ansage startete die Band brachial mit dem Klassiker „Creeping Death“. Schon nach den ersten Takten war klar: METALLICA waren in Berlin nicht nur auf Rekordjagd. Sie waren gekommen, um abzuliefern.

Rammstein-Cover „Sonne“ als lokaler Doodle

Ein besonderes Highlight der M72 World Tour ist der lokale „Doodle“ bei jeder Station. In Berlin stimmten Kirk Hammett und Rob Trujillo ein Cover des Rammstein-Klassikers „Sonne“ an.

Das gesamte Stadion sang den markanten Countdown von eins bis zehn textsicher mit. Dieser Moment funktionierte nicht nur als nette lokale Referenz. Er war einer dieser Augenblicke, in denen sich eine riesige Stadionproduktion plötzlich sehr direkt und nah anfühlte.

„Nothing Else Matters“ als emotionaler Höhepunkt

Gegen 21:27 Uhr folgte der emotionale Höhepunkt des Abends. James Hetfield stimmte „Nothing Else Matters“ an. Zehntausende Handylampen verwandelten das weite Rund des Berliner Olympiastadions in ein gigantisches Lichtermeer.

Mit den unsterblichen Hymnen „One“, „Master of Puppets“ und „Enter Sandman“ sowie einem gewaltigen Abschlussfeuerwerk wurde das Set nach knapp zwei Stunden beendet.

James Hetfield in starker Form

Frontmann James Hetfield präsentierte sich stimmlich in absoluter Höchstform. Auch die Fans feierte er sichtlich beeindruckt. Seine Rufe wie „German-eeee-yah!“ wurden vom Publikum lautstark erwidert.

Durch die kreisrunde und sehr weitläufige Bühne agierten die Musiker oft weit verstreut im Stadion. Das brachte Nähe zu vielen Bereichen des Publikums, sorgte aber auch dafür, dass die Band stellenweise weniger geschlossen wirkte als auf einer klassischen Frontbühne.

Zudem führten regelmäßige kurze Pausen zwischen den Songs zu kleineren Dynamik-Unterbrechungen im Set. Der Energie des Abends tat das am Ende aber kaum Abbruch.

Lange Wartezeiten nach Konzertende

Nach Konzertende kam es am S- und U-Bahnhof Olympiastadion aufgrund der enormen Menschenmasse zu extrem langen Wartezeiten bei den Berliner Verkehrsbetrieben. Bei 95.000 Besuchern war das wenig überraschend, für viele Fans aber dennoch eine Geduldsprobe.

Für die friedlichen Heavy-Metal-Fans blieb der Abend trotzdem ein unvergessliches Ereignis. METALLICA lieferten in Berlin eine monumentale Stadionproduktion, eine starke Setlist und einen Abend, der sich seinen Platz in der deutschen Konzertgeschichte verdient hat.

METALLICA Setlist Berlin 2026

Intro:
It’s a Long Way to the Top (If You Wanna Rock ’n’ Roll) von AC/DC
The Ecstasy of Gold von Ennio Morricone

  1. Creeping Death
  2. For Whom the Bell Tolls
  3. Of Wolf and Man
  4. The Memory Remains
  5. 72 Seasons
  6. The Unforgiven
  7. Fuel
  8. Kirk and Rob Doodle
    Cover von „Sonne“ von Rammstein
  9. The Day That Never Comes
  10. Wherever I May Roam
  11. Nothing Else Matters
  12. Sad but True
  13. One
  14. Seek & Destroy
  15. Master of Puppets
  16. Enter Sandman

Fazit zum METALLICA-Konzert in Berlin

Das METALLICA-Konzert am 30.05.2026 im Berliner Olympiastadion war mehr als nur eine weitere Station der M72 World Tour. Es war ein historischer Stadionabend mit 95.000 Fans, einer imposanten 360-Grad-Bühne, starken Support-Acts und einer Setlist voller Klassiker.

METALLICA bewiesen in Berlin einmal mehr, warum sie auch Jahrzehnte nach ihrer Gründung zu den größten Live-Bands der Welt gehören.

Konzertbericht von Simone Knoop

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