Der W - Akkustisch und ungefiltert in Neu-Isenburg
Der W - Akkustisch und ungefiltert in Neu-Isenburg

Akustik-Gitarren und Streicher ersetzen Amps und Les Paul. Tank-Top, Jeans und Chucks gegen schwarzen Anzug und Lederboots. Stephan Weidner aka Der W, back in black.

Das sonst eher dynamische und auch von Mosh Pit Einlagen nicht abgeneigten Publikum, lässt sich sitzend auf den bestuhlten Saal der Hugenottenhalle in Neu-Isenburg nieder. Spätestens jetzt ist klar, hier findet kein „typisches“ Der W Konzert statt!

Das musste leider dem ein oder anderen Besucher nochmal explizit bewusst gemacht werden. Mit einer klaren Ansage zum Konzept seiner Akustiktour, wandte sich Stephan Weidner zu Beginn der Show an die wenigen Störer, die es immer wieder zu Toilettengang, Kippe rauchen oder Bier holen von den Stühlen riss.

Wer sich denkt: „Stecker raus, Akustik-Gitarre unter den Arm und fertig ist das Unplugged-Konzert!“ , der irrt gewaltig. Damit die teils brettharten Nummern wie „Alles wieder anders“ in einem Akustikset wie diesem funktionieren und ihre ursprüngliche Message und Emotionen ebenbürtig transportieren, mussten viele Songs neu arrangiert und interpretiert werden.

Zusammen mit Band-Gitarrist Dirk Czuya feilte Weidner Wochen vor Tourstart an der Umsetzung und Setlist.

Band-Gitarrist Dirk Czuya Foto: Mario Schickel

Während Stephan am Mittag noch die Frankfurter Eintracht supportete und sich mit einem Gruß via Insta Story aus dem Stadion an seine Follower wandte, hieß es bereits um 20:00 Uhr Stagetime. Strammes Programm! 

Ganz ohne Supportact vorab, erklangen pünktlich zu Showbeginn die ersten Akkorde. Mit einem von Streichinstrumenten interpretierten, klassischen Intro, gefolgt von „Geschichtenhasser“, setze Stephan Weidner und seine Band zum Auftakt des Abends.

Das gewollt minimalistisch gehaltene, doch gekonnt in Szene gesetzte Bühnenbild lenkte alle Sinne auf Gesang und Instrumente. Lediglich ein großes, leuchtendes W, positioniert vor einem schwarzen Theater-Vorhang zierte die Kulisse. Stimmungsvoll eingesetzte Lichttechnik untermalten die Atmosphäre.

ultraraw

Das Stephan Weidner ein sehr wandlungsfähiger, weitsichtiger Musiker und Songwriter ist, stellte er in seiner Karriere schon oft unter Beweis, doch erstmals in 17 Jahren Bandgeschichte, verlässt Der W seine vertraute Klangwelt und nimmt seine Fans mit, auf eine besondere musikalische Reise.

Trotz der dem Publikum geschuldeten anfänglichen Schwierigkeiten gelang es Stephan und seiner Band, die Schönheit akustischer Instrumente in einer unvergesslichen, magischen Atmosphäre zum besten zu geben.

Emotionale Songs, vorgetragen im neuen Gewand. Noch enger, noch intensiver, noch intimer.

Konzertbericht und Fotos von Mario Schickel

Tickets sichern: https://www.eventim.de/artist/der-w/

DER W im Netz:

Website: https://www.der-w.de/ Offizielles Merchandise: https://der-w-shop.de/ Facebook:   / derw23   Instagram:   / derw_offiziell   Spotify: https://sptfy.com/PJDP

DER W – Mordballaden (Akustik Version)

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