Veröffentlicht am 30. Juni 2017 von Pressure Magazine in Interview
 
 

Sondaschule Interview: Costa und Chris zum „Schere, Stein, Papier“-Album

Schere, Stein Papier: Sondaschule im Interview mit Pressure Magazine 2017 Foto: Bastian Harting
Schere, Stein Papier: Sondaschule im Interview mit Pressure Magazine 2017 Foto: Bastian Harting

Sondaschule veröffentlichen am 07.07.17 ihr neues Album „Schere, Stein, Papier“. Mit Marcus vom Pressure Magazine sprachen die Musiker ausführlich über die Entstehung der neuen Platte und jede Menge mehr.

Die Spaß-Punks erwachsen damit zu einer politischen Band, aber bleiben ihrem schwarzen Humor treu und widmen sich Themen wie Endlichkeit, Amsterdam und Waffenscheinen bei Aldi mit der richtigen Portion Augenzwinkern.

»Die Frage aller Fragen, am Ende liegt’s bei dir: Himmel oder Hölle? Schere, Stein, Papier?«

Mit Pressure Magazine sprachen Costa und Chris über die Entwicklung der Band, dem Auftritt bei Rock am Ring und Meinungsäußerung im Internet. Obendrein haben wir erfahren, was das geilste an Mülheim ist und welche drei Kneipen uns die beiden Musiker empfohlen haben.

Servus Costa, hallo Chris – schön Euch Gesund und Munter vom Nürburgring zurück zu haben! Gerade erst habt Ihr auf Rock am Ring gespielt und aufgrund der unfreiwilligen Umstände ist in diesem Jahr sogar noch mehr als sonst über das Festival berichtet worden. Wie habt ihr das Festival denn grundsätzlich erlebt, was waren die schönen Momente und wie habt ihr am ersten Tag die beängstigende Meldung zum Terrorverdacht aufgenommen?

Costa: Hi Marcus, danke das Du Dir die Zeit nimmst. Ja, Rock am Ring und der Terror in der heutigen Welt, was soll man dazu noch groß sagen außer: “Zum Glück gibt es ab Donnerstag ´nen Waffenschein bei Aldi“. Aber Spaß beiseite, zum Glück ist niemandem was passiert und es hat sich im Nachhinein ja auch rausgestellt, dass es falscher Alarm war und es keine reale Bedrohung gab.

Chris: Wir waren 2 Tage bei Rock am Ring, bevor wir zu Rock im Park weiter gefahren sind und haben das Festival als äußerst entspannt und friedlich wahrgenommen! Das Wetter hat weitestgehend mitgespielt, die Bands waren großartig, man hat ausschließlich in strahlende Gesichter geschaut. Selbst der unschöne präventive Zwischenfall wurde erstaunlich gut aufgenommen – beachtlich wie viel Ruhe sowohl Veranstalter, als auch 87.000 Besucher in so einer Situation bewahrt haben! Natürlich war der Abbruch am ersten Tag ein Stimmungs-Dämpfer, aber lieber einmal zu viel solch drastische Maßnahmen ergreifen als einmal zu wenig. Die Partys gingen ja sowohl auf dem Zeltplatz, als auch im Backstage-Bereich weiter – und solange man sich diesen Spirit nicht nehmen lässt ist alles gut. Die schönsten Momente für uns waren natürlich die 40 Minuten auf der Bühne! Ein unbeschreibliches Gefühl! Aber das Essen dort war auch echt ok.

Das Beste ist natürlich, dass Rock am Ring zurück zum Nürburgring gekommen ist. Das war die Bühne, die man jahrzehntelang jedes Jahr im Fernsehen gesehen hat und genau da wollten wir immer stehen! Ein Punkt weniger auf der To-Do-Liste.

Was geht einem da durch den Kopf, wenn man gerade selbst zuvor auf der Bühne ein Statement gegen Terror zum Song „Waffenschein bei ALDI“ abgegeben hat?

Chris: Naja, im ersten Moment war mein Gedanke sowas wie „…genau zur richtigen Zeit!“, aber wenn man mal in Ruhe drüber nachdenkt ist es ja schlimm genug, dass solche Songs überhaupt geschrieben werden müssen. Und leider gibt dieses Ereignis von Rock am Ring jetzt wieder genug Zündstoff für die braune Masse, die nur auf solche Dinge wartet um weiter hetzen zu können.

Costa: Das stimmt natürlich, aber solche Momente wie bei Rock am Ring haben mir eher mal wieder gezeigt, dass wir in diesem Land immer noch im Grunde positive Menschen sind und bleiben, die wegen ein paar quer geleiteten Hitzköpfen keine Angst vor anderen Menschen, Kulturen und Religionen haben. Denn es sind nicht die verschiedenen Religionen und Kulturen, die Menschen zu Arschlöchern macht, sondern falsche Ideologie und überordnende Intoleranz. Die Leute sollten mehr verreisen, dann würden sie merke das dieser Planet voller weltoffener, friedliebender Menschen ist und dieses Weltbild lassen wir uns von niemandem zerstören.

Die Sondaschule waren mit ihrer Musik schon immer ein Garant und Aushängeschild für Stimmung und gute Laune. Welchen Einfluss haben Musiker, um in Zeiten von Angst und Terror an die Vernunft und ein friedliches Miteinander zu appellieren?

Costa: Ich denke einen wirklich großen Einfluss. Daher haben wir uns auch bewusst dazu entschieden auf dem neuen Album Themen aufzugreifen, die wir früher eher nicht angesprochen hätten. Aber in Zeiten, wo die AFD immer mehr Wähler für sich begeistert und die CDU mittlerweile NRW regiert, wird es immer wichtiger als Band mit Punk im Ursprungsgedanken, klar Position zu beziehen und gewisse Dinge nicht einfach so hin zu nehmen.

Chris: Wie groß der Einfluss letztendlich wirklich ist, wird sich mit der Zeit zeigen. Wichtig ist für uns aber, dass sämtliche Personen die in der Öffentlichkeit stehen, klar Stellung beziehen! Zum Einen natürlich gegen der Terror, aus welcher Richtung auch immer, zum Anderen aber auch gegen die Populisten, die eben diesen nutzen um ihre Ideologien zu verbreiten.
Man sollte gar nicht sagen, dass wir „in Zeiten von Angst und Terror“ leben, denn wenn wir so denken, haben die paar wenigen Idioten gewonnen und das ganze pusht sich nur noch mehr hoch.

Natürlich stehen wir nach wie vor für Stimmung und gute Laune, das lenkt die Menschen auf unseren Konzerten und auf Festivals hoffentlich auch gut von eventuellen „Ängsten“ ab – das soll sich auch nicht ändern. Aber man muss eine Haltung haben zu dem, was grad in der Welt passiert. Und wenn man zu den wenigen Menschen gehört, denen heutzutage noch zugehört wird – und das sind ja nun mal nur noch Sportler, YouTuber und Musiker – dann appellieren wir auch gerne an die Vernunft und für ein friedliches Miteinander, auch wenn wir vielleicht lieber über andere Dinge singen würden.

Lass uns über die schönen Dinge im Leben sprechen –
Über die letzten Jahre haben sich die Gesichter Eurer Klassenkameraden geändert. Wo liegen die Stärken der Klasse von 2017?
Costa: Wir sind seit 2013 mit neuen Drummer + Bassisten unterwegs. Die Stärken liegen ganz klar auf menschlicher Ebene – das die beiden absolute Top-Musiker an ihren Instrumenten sind, hilft natürlich auch ein wenig weiter. Wir sind live definitiv technisch und spielerisch die beste Sondaschule die es je gab.

Chris: Außerdem sind wir gut in Monopoly und Servietten-Falttechnik und haben alle unfassbar lange Penisse! Aber das nur nebenbei… Ich denke auch unsere Stärke liegt ganz klar darin, dass alle die noch oder „neu“ dabei sind bis heute überlebt haben und immer noch genau DAS machen wollen! Alle haben ihre Prioritäten immer in der Band gesehen. Egal ob Familie, Frauen, Arbeit – jeder hat immer alles hinten angestellt und war immer zu 100% für die Band da, allein das macht uns zu Brüdern im Geiste.

Albumcover Schere, Stein Papier: Sondaschule VÖ: 7.7.2017

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Mit „Stein, Schere, Papier“ habt ihr das neue SONDASCHULE Album in den Startlöchern. Was hat die Produktion diesmal für Euch besonders gemacht?
Costa: Besonders war vielleicht, das wir diesmal von Anfang an frei von allen Cliches und szenenrelevanten Zwängen im Studio gearbeitet haben und die teilweise doch ruhigeren Töne am Ende des Albums überwiegen. Das hätten wir uns vor 10 Jahren nicht mal annähernd vorstellen können. Aber da, wo wir jetzt sind – menschlich und musikalisch – wissen wir, das wir niemandem mehr etwas beweisen müssen. Wie sagt man so schön? „Been there, done it!“ – Auf zu neuen Ufern! Schere, Stein, Papier.

Das Lied selbst wirkt beim ersten Hördurchlauf sehr bedeutungsschwanger und autobiographisch. Wer aus der Band hat den Text geschrieben und wem ist der Inhalt folglich auf den Leib geschneidert?
Costa: Der Song, sowie alle Sondaschule Texte sind von mir und wie Du schon richtig bemerkt hast ist der Song absolut autobiographisch. Ich würde ihn nicht Bedeutungsschwanger nennen, aber autobiographisch stimmt schon. Er ist in gewisser Weise eine Abrechnung mit mir selbst und meinem bisherigen Leben. Jeder über 30, der schonmal auf einer Beerdigungen war, stellt sich irgendwann die Frage, was, wie und wo werde ich mal enden. Denn das es irgendwann mal endet ist klar, aber wie wo und wann? Schere Stein Papier…

Mit dem ersten ausgekoppelten Song „Amsterdam“ gibt es einen chilligen Stimmungsmacher mit doppeldeutigem Tiefgang. Gibt es Erinnerung aus Amsterdam, die ihr mit uns teilen wollt?
Costa: Da wir aus dem Ruhrgebiet kommen und nur 30 Autominuten von der niederländischen Grenze entfernt wohnen, war Amsterdam immer schneller zu erreichen als Städte wie Berlin oder Hamburg. Daher gibt es unzählige Erinnerungen und Geschichten die wir bereits in Amsterdam erlebt haben.
Ich liebe diese Stadt, sie ist so entspannt und gleichzeitig voller Leben. Ich wollte einfach das Gefühl was sie mir vermittelt in einen Song packen und das ist mir, glaube ich, ganz gut gelungen.

Worauf legst Du als Musiker insbesondere bei Sondaschule wert, damit Du selbst und Deine Klassenkameraden am Ende mit dem Ergebnis zufrieden sind?
Costa: Im Grunde gibt es da keine Formel für uns. Die einfachste Erklärung wäre vielleicht: „Wenn´s geil ist, ist es geil – wenn nicht, eben nicht! So gehen wir jedenfalls seit 15 Jahren damit um. Wenn alle in der Band mit einem Song zufrieden sind, kommt er aufs Album. Wenn nicht, arbeiten wir nochmal daran oder schreiben einfach einen Neuen. Daher habe ich zu Hause auch einen dreistelligen Songfriedhof im Schrank.

„Das Leben ist zu kurz um lang zu denken“ ist ein markantes Statement aus dem gleichnamigen Song. Welche Bandmitglieder zählen zu den chaotischen (Über-)Lebenskünstlern und welche sind die durchorganisierten Kontrollfreaks?
Costa: Gefährliche Frage. Darüber darf ich öffentlich eigentlich nicht reden. Aber durchorganisierte Kontrollfreaks gibt es bei uns nicht. Eher 5 Überlebenskünstler und ein einen Kontrollfreak – aber ich oute mich jetzt mal nicht…

Ich habe den Eindruck, dass sich ab 2015 mit Songtexten a la „Bist Du glücklich“ (erschienen auf dem Album „Schön Kaputt“) etwas ganz entscheidendes im Hause Sondaschule geändert habe. Die Texte sind ernster, erwachsener und m.E. auch reflektierter geworden. Womit kam der Wandel und wie würdest Du den Werdegang der Band insbesondere der (Gründungs-) Mitglieder selbst beschreiben?
Costa: Auch wenn man es mir nicht ansieht, werde ich auch älter und zwangsläufig immer öfter mit der Vergänglichkeit der Dinge konfrontiert. Ich bin halt nicht mehr der Junge von damals, den nur interessiert, wo er den nächsten zehner Gras her bekommt, um danach 24 Stunden im Proberaum ohne Fenster „aus meiner Freundin hängt ein Faden“ zu singen.

Mein Leben hat sich komplett verändert, das Leben meiner Bandkollegen hat sich geändert – wir haben teilweise geheiratet, Kinder bekommen, usw. – und da wir keine Parodie von uns selbst sein wollen, ändert sich natürlich auch unsere Musik und meine Texte zwangsläufig.

Das soll jetzt nicht heißen, das wir nicht immer noch die Jungs von damals sind, denn das sind wir absolut – wir schon immer nur das getan haben worauf wir Lust haben und tun das auch heute noch genau so – aber eben mit 15 Jahren mehr Lebenserfahrung. Daher wohl „erwachsener“ und „reflektierter.

Schere, Stein Papier: Sondaschule im Interview mit Pressure Magazine 2017 Foto: Bastian Harting

Sondaschule in geselliger Runde. Das Leben ist zu kurz um lang zu denken. Foto: Bastian Harting

Welche Ziele und Wünsche hast Du für Dich persönlich – abgesehen vom eigenen Porsche, wie wir ja nun seit Rock am Ring wissen? 😉
Costa: Ich würde gerne später einmal Schloss Styrum kaufen!

Der Song „Ostberlin“ behandelt gleich mehrere aktuelle Brennpunkt-Themen, wie Systemkritik, das Geschrei nach Grenzen und Fremdenhass. Die stilistische Melodie im Stile von „Marienhof“ ist sicher nicht zufällig gewählt, und auch die persönliche Ansprache des Kumpels „Deutschlands“. Warum war es Euch wichtig den Song zu schreiben?
Costa: Ich muss Dir ganz ehrlich sagen, der Song hat mich geschrieben. Die Idee entstand direkt nach unserem spontanen „Wir sind lauter als Ihr“ Konzert in Oberhausen, wo wir mit Hilfe von 1000 Gegendemonstranten, die Kundgebung einer rechten Partei übertönt haben. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an alle die dabei waren und uns tatkräftig unterstützt haben. Da mich im Nachhinein natürlich trotzdem interessiert hat, was die Herren dieser Partei während unseres Konzertes von sich gegeben haben, habe ich mir das Videomaterial bei Youtube angesehen – 10 Minuten später, war der Song „Ost-Berlin“ geboren.

Die sozialen Medien tragen in unterschiedlichen Bereichen ihren nötigen Teil dazu bei, den gesellschaftlichen Diskurs entgleiten zu lassen. Wo fängt Meinungsäußerung an und wo hört diese aus Eurer Sicht auf?
Costa: Meinungsäußerung fängt da an, wo man sich bekennt, Stellung bezieht und Gesicht zeigt. Das Internet ist kein Ort. Das Internet ist nichts ausser ein Code aus Nullen und Einsen – anonym, leblos und kalt. Ich denke wir sollten lieber wieder anfangen miteinander zu sprechen und uns dabei in die Auge sehen, als alles was wir loswerden wollen anonym in irgendeine Tastatur zu tippen. Denn wer eine Meinung hat, sollte auch dazu stehen und Gesicht zeigen, alles andere ist Kokolores, führt zu nichts und wird auch nicht wirklich ernst genommen. Wenn doch, tut es mir leid. Schöne neue Welt.

Wirft man einen Blick auf das Album Cover, dann zeigt es die gesamte Band in einem künstlerischen Aquarell-Stil. Allerdings gibt es keinen Bezug zum Thema „Schere, Stein, Papier“. Warum ist das so und wer zeigt sich Verantwortlich für das Cover-Design?
Costa: Wir finden das Cover verknüpft wunderbar das neue Album mit seinem Vorgänger „Schön Kaputt“. Es ist quasi ein Cover-Nachfolger. Beim „Schön Kaputt“ Cover standen wir in einer düsteren Brachlandschaft im Ruhrgebiet, vor einem Schrothaufen und halten die Stellung im Pott. Das Schere, Stein, Papier Cover zeigt nun den nächsten Schritt, raus aus diesem dunklen Moloch, auf dem Weg in den Kampf gegen die ganze Scheiße die grade so abgeht. Wir halten nicht länger die Fresse, wir gehen los und kämpfen wenn es sein muss.

Zu guter Letzt hätten wir gerne noch folgendes von Dir gewusst:

Worüber würdet ihr hingegen nie einen Song schreiben und warum?
Costa: Da gibt es nichts…. man kann wirklich über ALLES ein Lied schreiben!

– Was ist das geilste an Mülheim?
Costa: Da gibt es nichts Spezielles, im Grunde ist es in Mülheim genauso, wie sonst auch überall. Es gibt ein paar Kneipen, ein Kino, einen Park, ne Kirche usw. also genau das Gleiche wie in jeder Stadt, aber wenn man hier geboren ist, mag man es halt.

– Was sind Eure Top 3 Musikkneipen in denen man mal gepflegt an einem Freitag Abend auf ein Bier zu guter Musik ausgehen kann…
Im Ruhrgebiet das „Don´t Panic“ in Essen – absolut geiler Laden, gute Musik, teilweise auch Live-Punk-Karaoke und live Konzerte szenenrelevanter Punkbands. Absoluter TIP!
– In Berlin der Trinkteufel in Kreuzberg – ein Garant für vergessliche Nächte, bekannte Gesichter und gute Musik! Nachteil: morgens um 9 Uhr wird man für dreißig Minuten vor den Laden gebeten, da drinnen gewischt wird. Man darf sein Getränk aber mit raus nehmen!
– In Hamburg waren wir immer gerne in der Cobra Bar, die ist aber leider momentan geschlossen bis sie eine neue Location gefunden haben. Daher verschlägt es uns immer öfter ins Molotow – auch absolut empfehlenswert!

Lasst uns zum Abschluß nochmal über andere Musik sprechen. Was waren denn die letzten 3 Platten die Ihr Euch zugelegt habt?

Costa: NOFXFirst Ditch Effort, mit der Erwartung meine Sammlung komplett zu halten.
RancidTrouble Maker, mit der Erwartung, dass ich das „für immer 18“ Lebensgefühl diesen Sommer auf meinem Skateboard wieder zurück bekomme.
Pensen PalettiBumm die Welt, weil es nichts vergleichbares gibt und wir es lieben einem Genie bei der Arbeit zu lauschen.

Chris: : …RammsteinLive in Paris, MarteriaRoswell, Blink 182California
Ich sitze unheimlich viel im Auto und wenn ich mir eine CD kaufe, dann immer mit der Erwartung, dass ich wenigstens eine Tankfüllung lang gut unterhalten werde. Das haben die letzten drei auf jeden Fall hingekriegt, danke dafür!

Schere, Stein Papier: Sondaschule im Interview mit Pressure Magazine 2017 Foto: Bastian Harting

Schere, Stein Papier: Sondaschule im Interview mit Pressure Magazine  Foto: Bastian Harting

Welche Lieblingsband hattet Ihr denn in Eurer Jugend?
Chris: : Das waren als junger Jugendlicher auf jeden Fall Die Toten Hosen! Meine Mama hatte damals 1996 die Ärzte als Support von KISS gesehen, fand sie großartig und wollte am nächsten Tag eine CD von ihnen kaufen. Natürlich hatte sie den Namen vergessen und hat stattdessen dann die Hosen-CD (Live im Auftrag des Herrn) gekauft. Sie fand sie nicht so toll, deshalb habe ich sie bekommen und sie jahrelang rauf und runter gehört. Irgendwann merkst du dann, dass es da noch mehr Bands gibt, sogar noch in anderen Sprachen.

So ging es dann über Deutschpunk zum Ami-Skatepunk, irgendwann kamen dann auch Rapper dazu und so ist die Liste der Lieblingsbands meiner Jugendzeit vermutlich ziemlich lang. Ganz vorne mit dabei auf jeden Fall Blink 182, die Mad Caddies und die damals noch coolen Linkin Park.

Costa: NOFX

Wenn man die Sondaschule live bucht, auf welche extremen Wünsche im Tourrider darf man sich gefasst machen?
Costa: Elvis ist tot, wir sind da eher sehr genügsam. Aber eine Palette Durstlöscher (halb gemischt/halb Multivitamin) muss schon sein, sonst sinkt die Laune schon drastisch.

Chris: Die extremen Wünsche kommen höchstens von unserer veganen Crew. Aber wir hatten mal eine zeitlang im Rider stehen, dass wir unbedingt einen frischen Frähn brauchen. Dieser Wunsch wurde uns leider nie erfüllt, aber er hat sicher einige Veranstalter rotieren lassen. Letztlich hat unser Booker das irgendwann gestrichen – schließlich war er immer derjenige der dann angerufen wurde, was denn ein Frähn sein soll…

Herzlichen Dank für das ausführliche Interview. Die abschließenden Worte an Eure Fanbase überlassen wir gerne Dir.
Costa: Vielen Dank für`s Lesen und alle die uns nicht kennen: hört mal rein, kommt vorbei, ihr seid herzlich Willkommen – alle die schon lange dabei sind: danke für alles! Ohne Euch wären die letzten 15 Jahre nicht möglich gewesen.

Chris: Absolut, ich danke Euch natürlich auch. Und am 07.07. erscheint unser neues Album „Schere, Stein, Papier“, auf CD, Vinyl und als limitierte Fanbox inklusive DVD und live CD etc.! Kauft Euch das gute Stück, Supporten uns und kommt am 09.09. zu unserem Geburtstags-Open-Air/Releasparty-Konzert in Gelsenkirchen! Bis dahin, Eure Sndschl!

Interview von Marcus Liprecht am 20. Juni 2017

Das Album „Schere, Stein, Papier“ jetzt bestellen bei Amazon.de

Live Termine:

01.07.2017 Würzburg – Missions Festival
08.07.2017 Theley – Volcano Festival
21.07.2017 Dieburg – Traffic Jam
22.07.2017 Dieburg – Traffic Jam
05.08.2017 Hannover – Fährmannsfest     
09.09.2017 SONDASCHULE OPEN AIR – Gelsenkirchen – Amphitheater (Release-Party + 15 Jahre Live)

Mehr dazu im Internet:
www.sondaschule.de
www.facebook.com/SondaschuleBand
www.twitter.com/sondaschule
www.youtube.com/user/Sondaschuleband

Fotos: Bastian Harting

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