pe schorowsky interview

Am 31.08. erscheint mit „Dreck und Seelenbrokat“ das erste Solo-Album vom Ex-Böhse Onkelz Schlagzeuger Pe Schorowsky. Pressure Magazine befragte „Pe“ über sein Album, die Hintergründe und das Gerücht über ein bevorstehendes Onkelz-Comeback.

Hallo Pe, am 31. August 2012 erscheint dein erstes Soloalbum „Dreck und Seelenbrokat“. Was erwartet uns?
Pe: Musik, die kickt, fetten Sound, gute Texte, eine Erfrischung für Ohr und Gemüt.

Bist du schon gespannt auf die ersten Reaktionen der Fans, Freunde und Familie?
Pe: Das Video „Nur Noch ´N Tag“ kommt sensationell gut an. Bessere Kritiken kann man sich nicht wünschen. Über diesen Umstand bin ich sehr happy. Aber ich bin gespannt, wie die restlichen 10 Songs ankommen.

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Wie kam es zu der Idee nach dem Ende der äußerst erfolgreichen „Onkelz“ ein Solo-Album zu veröffentlichen?
Pe: Etwas anderes als Musik zu machen kam für mich eigentlich nicht in Frage. Nach dem Ende der Onkelz hatte ich angefangen ein Instrumental-Album zu komponieren, dass ich Mitte 2008 gegen dieses Album in die Schublade legte.

Bitte gib uns aus Deiner Sicht einen Einblick in die Songs auf dem Album.
Pe: „Farben Deines Ichs“: Jeder trägt seine eigene Blüte in sich, mit einer einmaligen Farbe. Es ist gut, nicht hirnlos im Strom der Gesellschaft mit zu schwimmen, sondern in sich zu hören und dieser Farbe zu trauen und sie zum Blühen zu bringen.

„Alte Welt“: Wir denken, der moderne Mensch in der heutigen Zeit wäre befreit, von dem niederen Denken der grauen Vorzeit. Aber global gesehen ist der Anteil übler Machenschaften, Bereicherung durch Leid anderer, enorm gross. Eine Hand des Menschen wühlt immer noch im Morast der alten Welt.

„Kein Blitz“
: Wir schieben die Eigenverantwortung gerne ab, wollen sie nicht haben, weil es bequemer ist, dass andere für uns denken. Wir bezahlen dafür. Auf alles was wir tun und nicht tun folgt die entsprechende Reaktion.


Zum Song „Nur noch´n Tag“ hast du, wie bereits erwähnt, ein Video abgedreht. Weshalb hast du dich für diesen Song entschieden und wie liefen die Arbeiten vor der Kamera?

Pe: Es ist der erste Song auf der CD, weil er für meinen Geschmack am besten abgeht. Deshalb auch das Video, welches wir in einer stillgelegten Bimssteinfabrik gedreht haben. Die Räume waren richtig schön runter gekommen. Genau das richtige Ambiente für den Song und dessen Text.
Ein Hirn, eine Seele, die nicht auf die Füsse kommt, alles auf den nächsten Tag verschiebt und vor sich hin gammelt.

Kürzlich engagiertest du dich für die Organisation „Kisima e.V. – Hilfe für die Slums in Afrika“. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Pe: Christina, eine Leiterin des Vereins hatte mich angemailt, ob ich nicht ein Schlagzeugteil zum Versteigern hätte. Sie ist Onkelzfan und war durch einen Zufall bei einem Keniaurlaubin in einen Slum geraten. Sie hatte sich sofort dazu entschlossen, den Leuten zu helfen. Das hat mir imponiert und ich hatte ihr das Drumkit der letzten Onkelz-Tour zum Versteigern überlassen.

Wird es eine Tour zum Album geben?
Pe: Nein, ich mache gleich noch eine CD. 12 Songs sind zu wenig für eine Tour. Als Vorband möchte ich nicht auftreten, da legt man finanziell am Ende nur drauf.

In einem Interview wurdest du kürzlich zitiert, dass ein Comeback der Böhsen Onkelz nicht ausgeschlossen sei. Nach neuesten Informationen sollst du diese Aussage so aber getätigt haben. Möchtest du dazu Stellung nehmen?
Pe: Ja, ich sprach zwar nur von einer Tendenz in Richtung „Comeback“, aber das war naiv und unüberlegt von mir. Zudem hatte die Zeitung nach dem Telefonat 2-3 Dinge etwas anders dargestellt, als ich sie gemeint habe. Wenn es eine definitive Aussage zu diesem Thema geben sollte, dann würde sie sicherlich aus erster Hand über die offizielle Quelle: onkelz.de verkündet werden.

Was sind, neben dem Album-Release, deine weiteren Pläne?
Pe: Es folgt eine weitere CD, die dann aber hoffentlich nicht mehr soviel Zeit, wie meine erste Platte in Anspruch nehmen wird.

Vielen Dank, die letzten Worte gehören dir!

Pe: Danke Dir und Euch für Euer Interesse und ich glaube sagen zu können, dass diese CD jeden Cent wert ist. Die Scheibe macht Spass, stimmt hier und da nachdenklich und geht gut ab!

Interview von Florian Puschke im August 2012

Aktuelles Line-Up:

Pe Schorowsky (Gesang)

Tobias Exxel (Bass)

Chris Fuetarra (Gitarre)

Peter Zettel (Drums)

Mehr zum Thema:

Pe Schorowsky Homepage: www.peschorowsky.com

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