King Cannons band

Die Band KING CANNONS aus Australien war gemeinsam mit den Düsseldorfer BROILERS auf Tour. Pressure Redakteur Florian traf den Sänger und Gitarristen Luke Yeoward auf einem ihrer Konzerte zum Interview.

Hey Luke, stell dich und die Band bitte den Lesern des Pressure Magazines vor.

Luke: Okay, ich bin Luke Yeoward, der Sänger und Rythmus-Gitarrist der Band King Cannons, die es jetzt seit 5 Jahren, also seit 2007 gibt. Den Start machten wir damals in Auckland, Neuseeland, sind dann für kurze Zeit nach London gegangen, das hat aber nicht richtig funktioniert. 2009 sind wir dann nach Melbourne, Australien gegangen und haben dort seitdem Musik gemacht. Es ist das erste Mal, dass wir in Deutschland sind und hier unsere Songs präsentieren.

 

Wie habt ihr damals zueinander gefunden?

Luke: Ich habe Rob und Jonno, die Gitarre und Bass spielen, getroffen, als sich meine alte Band aufgelöst hat. Wir haben zusammen in der Waschküche eines Freundes gejammt. Dazu kommt Mike, der Keyboarder, er ist der Bruder von Rob. Lanae ist unsere Frau an den Percussions und natürlich, nicht zu vergessen, Dan am Schlagzeug. Anfangs waren wir zu viert, mittlerweile sind wir sechs.

 

Eure Musik ist ein ordentlicher Mix aus Rock´n`Roll, Roots, Reggea und Ska, die durch Piano- und Mundharmonikasounds unterstützt wird. Was sind deine musikalischen Wurzeln und welche Bands hörst du?

Luke: Ja, unseren früheren Sound könnte man so beschreiben, allerdings finde ich, dass er mittlerweile etwas vielseitiger geworden ist. Als ich noch sehr jung war, habe ich Musik von Creedance Clearwater Revival, Cat Stevens oder ähnliche gespielt. Alles, was man gut mit einer Akkustik-Gitarre spielen konnte, denn die Songs habe ich auf der Strasse gespielt. Klassisch, wie man es sich vorstellt, mit dem Hut und allem drum und dran. Als ich dann etwas älter wurde, so mit 13, habe ich ihn Punkrockbands gespielt und ihm Teenageralter in Punk- und Streetpunkbands.

Als wir dann King Cannons gegründet haben, wollten wir uns keine musikalischen Grenzen setzen; es kann Punk sein, Rock´n`Roll, Reggea oder auch Folk. Da gibt es aus musikalischer Sicht keine Grenze und kein Limit. Als Einflüsse in meiner Jugend kann man Bands wie The Clash oder die Ramones nennen, dazu kommt Musik von Liedermachern, Reggea von Desmond Dekker und Bob Marley. Ich liebe Country- und Reggeamusik. Heute höre ich eigentlich so ziemlich alles, angefangen von Hip Hop über Amerikana bis hin zu guter Popmusik.

 

Ihr habt gerade eure EP “King Cannons” veröffentlicht. Was waren die Gründe, ein Video zum Song “Take The Rook” zu drehen?

Luke: Das Video war eine Low-Budget Produktion, es ist einfach und gleichzeitig stark. Es wurde an einem Sonntag Nachmittag in Melbourne gedreht. Wir haben sechs Stunden gedreht und das Video war fertig. Das Video zu “Take The Rook” gibt es schon einige Jahre, es ist lediglich in Deutschland neu.

 

CD-Review: “King Cannons – King Cannons EP”

 

Das Album “Brightest Light” erscheint im Juni 2012 hier in Deutschland. Bitte gib uns einen kleinen Einblick, was können wir erwarten?

Luke: Okay, es ist eine Mischung aus Rocksteady, Reggea, Folk, Amerikana, Pop und 50er Jahre Rock´n`Roll. Das Album wurde live aufgenommen, das heisst, wir saßen alle im Aufnahmeraum und haben die Songs zusammen eingespielt. Ich denke, es ist eine menge Soul in den Songs.

Ich liebe Soulmusik und bin froh über die Einflüsse auf dem neuen Album “Brightest Light”. Wir haben es live aufgenommen, um die Leidenschaft und das Feeling für uns gut rüberzubringen.

 

Ihr habt ein weiteres Video zum Titel “Too Young” gedreht. Er sagt aus, dass ihr zu jung seid, um euch schon jetzt an einem speziellen Ort niederzulassen. Was ist dir in deinem Leben wichtig und was eher unwichtig?

Luke: In dem Song “Too young” singe ich aus meiner eigenen Teenagerzeit. Es versetzt mich zurück in die Zeit, als ich ein Punkrocker war. Wir wollten nicht zu Arbeit gehen, kein langweiliges Leben führen. Wir wollten nur Musik machen und frei sein. Das war meine Einstellung und das ist das, an was ich mich an damals erinner. Eigentlich ist es heute immer noch so, wenn man sich niederlässt und zur Ruhe kommt, wird man müde und verliert ein bisschen seine Seele. Das ist im groben, was ich sagen möchte. Wir sind zu jung, um uns niederzulassen, aber trotzdem weiss ich, dass ich hier als Erwachsener hier bin. Es ist etwas kompliziert, soll aber lediglich den Kontrast zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart darstellen.

 

Auf dem Album befindet sich der Titel “Charly O”. Wer ist dieser Charly und wofür steht der Titel?

Luke: Charly O ist eine ausgedachte Figur, der Text ist allerdings echt. Ich singe über mich selbst, habe mich aber entschieden, mir einen anderen Namen zu geben. Die Idee ist eigentlich ziemlich simpel, Charly O kann jeder sein. Es ist eine Geschichte über einen heranwachsenden Jungen, der in einem kleinen Städtchen wohnt.

 

Einige Bandmitglieder tragen Tattoos. Wie wichtig sind sie für dich und kannst du dich an deine erste Tätowierung erinnern?

Luke: Tätowierungen sind mir eigentlich nicht so wichtig, da mittlerweile sehr viele Menschen zahlreiche Tätowierungen haben. Wenn man so viele hat, verlieren sie leicht an Bedeutung. Für Leute, die nur einige Tätowierungen haben, sind sie sicherlich sehr wichtig. Aber für mich sind sie nicht sonderlich wichtig, da ich mittlerweile einfach so viele habe. Dieses hier (zeigt auf seinen Hals/Kehlopf) ist das King Cannons-Tattoo (eine Krone), das hat jeder in der Band. Auf dieses Weise sind wir alle miteinander verbunden.

Mein erstes Tattoo habe ich damals bekommen, als ich in einer Punkrockgang war. Es war ein Totenkopf mit gekreuzten Knochen, ganz einfach und simpel.

 

Ihr spielt heute abend mit der bekannten deutschen Band Broilers. Wie ist der Kontakt zustande gekommen?

Luke: Die Broilers haben irgendwie von uns gehört, ich weiss zwar nicht wie, aber sie haben von uns gehört und haben uns dann eingeladen. Wir haben vorher noch nie etwas von ihnen gehört, aber es ist uns eine große Ehre mit ihnen auf Tour zu sein.

 

Was können wir von der heutigen Show erwarten?

Luke: Die Show wird aufregend, laut und hart. Wir spielen alles so, wie wir es meinen und mein deutsch wird sehr schlecht sein (lacht).

 

Die Show wird aufregend, laut und hart. Wir spielen alles so, wie wir es meinen und mein deutsch wird sehr schlecht sein (lacht).

Luke: Wir wollen unser Album veröffentlichen und es der ganzen Welt präsentieren. Wir wollen in allen Ländern auf uns aufmerksam machen. In Deutschland, England, Amerika, Australien, Neuseeland, Asien…weltweit. Nach dieser Tour fliegen wir wieder rüber nach Australien um dort die anstehende Album-Tour zu spielen. Danach werde ich wieder anfangen neue Titel für ein neues Album zu schreiben.

 

Vielen Dank, die letzten Worte gehören dir.

Luke: Für alle, die sich für uns interessieren, checkt unsere Webseite und tragt euch in die Mailing-Liste ein. Ihr könnt euch dann einen Song von uns kostenlos herunterladen. Natürlich könnt ihr euch dort auch CDs und T-Shirts bestellen.

 

Interview von Florian Puschke im April 2012

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