bloodlights captain poon

Der Ex-Gluecifer-Gitarrist Captain Poon hat mit seiner Band BLOODLIGHTS sein Album „Stand Or Die“ veröffentlicht. Mit Pressure Magazine sprach er über die Entstehung der Scheibe.

Nach 10 Jahren Bandgeschichte löste sich Captain Poons Band Gluecifer im Jahr 2005 wegen zu wenig Motivation einiger Mitgleider auf. Eine neue Band zu gründen war die naheliegendste Entscheidung und somit kündigte er bereits 2007 seine neue Combo BLOODLIGHTS an. Im Mai 2013 ist mit „Stand Or Die“ das dritte Album erschienen, zu dem Captain Poon dem Pressure Magazine Rede und Antwort stand.

Hey Captain Poon, alles gut soweit? Bitte stelle den Lesern, die dein neues Bandprojekt noch nicht kennen sollten, einmal die Bloodlights vor.

Die Bloodlights sind eine vierköpfige Rock’n’Roll Band und stammt aus Oslo in Norwegen. Wir sind gerade dabei, unser neues Album „Stand Or Die“ herauszubringen. Die Scheibe ist ein handfestes Kickass-Rock-and-Roll-Brett, das jeden Hörer im Bereich Punk bis Hard Rock ansprechen und gefallen dürfte.

Mit den Bloodlights hast Du bereits 2 Alben veröffentlicht. Was bedeutet Dir das dein zweites Bandprojekt nach der erfolgreichen Zeit mit Gluecifer und woher kam der Impuls eine neue Band zu gründen?

Die Band gibt es schon seit 2007, und wir haben bereits zwei Alben veröffentlicht.

Ich habe endlich das richtige Line-up mit dem richtigen Sound gefunden. Die Idee keimte auf, als meine ehemaligen Bandkollegen Biff Malibu und Raldo Useless von Gluecifer meinten, dass sie keine Rockband mehr sein wollen. Ich habe für mich entschieden, dass es keinen anderen Ausweg für mich geben würde, als mit einer neuen dort anzuknüpfen, wo sich Gluecifer für mich in eine Einbahnstraße entwickelt hatte.

Es war ein harter Weg, vor allem wenn du viele Jahre damit verbringst etwas aufzubauen und dann von einen Tag auf den anderen wieder von vorne beginnen musst. Bestünde meine Passion und wahre Liebe nicht darin Songs zu schreiben und in der Rock’n’Roll Musik zuhause zu sein, dann hätte ich den Job schon lange vorher an den Nagel gehängt. Die Antwort findet ihr in den Songs der Bloodlights.

Das neue Album „Stand Or Die“ ist am 20.05.2013 erschienen. Wovon handelt die neuen Songs?

Das Album ist eine Bombe mit 10 Titeln und 32 Minuten Spielzeit. Unsere musikalischen Einflüsse spiegeln sich in allen Songs wieder. Wir sind große Fans von Bands wie The Damned, Thin Lizzy, Rose Tattoo und Motörhead, aber wir geben den Songs natürlich eine eigene Note.

Was ich übrigens witzig finde, wenn man sich eine Band wie Airbourne anhört … nicht, dass ich sie nicht mögen würde, denn ich mag die Jungs wirklich sehr … aber bei denen hört man bei jedem einzelnen Song die gleiche Quelle heraus, die mit einem Wort mit vier Buchstaben geschrieben wird: AC/DC.

„Stand Or Die“ ist in dieser Hinsicht definitiv mit vielseitigeren Musikstilen gesegnet. (lacht)

Wie verliefen die Aufnahmen des Albums?

Nun, der gesamte Prozess war wirklich schwierig, da wir bereits vor zwei Jahren ein fertiges Album in unseren Händen hielten. Während der Produktion geschah es plötzlich, dass ich den Glauben an das gesamte Material verlor und beschloss, alles in den Papierkorb zu werfen und einfach nochmal von vorne loszulegen. Wir fingen also zwischendrin einfach nochmal an und schrieben an einem vollständig anderen Album. Vollkommen verrückte Sache, aber manchmal ist es wichtig einen Schlag in die Fresse zu bekommen, um zu wissen, wo man hingehört und wie unser Sound zu klingen hat.

Hat der Titelsong „Stand Or Die“ eine symbolische Bedeutung?

Es steht symbolisch für das gesamte Album, für das, was ich gerade gesagt habe. Der einfachste Weg wäre gewesen, einfach aufgeben und mich damit zufrieden zu geben, aber wir haben das Gegenteil getan. „Stand Or Die“ steht für unsere Philosophie, niemals aufzugeben.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?

Wir möchten so viel wie möglich touren und in jeder beschissenen Ecke dieses Kontinents spielen. Wir sind eine hart arbeitende und produktive Band und wir hoffen, dass es keine weiteren drei Jahre dauern wird, bis wir ein weiteres Album nachlegen können.

Captain, wir melden uns ab, die letzten Worte gehören dir!

Ich danke euch. Tja, was soll ich sagen, ich hoffe, dass die Leser da draußen den Bloodlights eine faire Chance geben, da ich das Gefühl habe, dass wir mit „Stand Or Die“ etwas abgeliefert haben, was ihnen gefallen könnte.

Cheers! Captain Poon

Interview von Florian Puschke im Juni 2013

Mehr zum Thema:

Offizielle Homepage: www.bloodlights.com

MySpace Seite: www.myspace.com/bloodlights