Alexander Klaws als Tarzan fliegend

Pressure Magazine hatte die einmalige Chance mit dem Tarzan Hauptdarsteller Alexander Klaws bei der Best of Musical Gala 2012 zu sprechen.

Nachdem wir die Gala „Best of Musical 2012“ in der Münchner Olympiahalle ansehen konnten, hat uns die Stage Entertainment die einmalige Chance gegeben eine halbe Stunden mit den drei Hauptdarstellern Pia Douwes, Patricia Meeden und Alexander Klaws zu sprechen.

Diese Zeit nutzten wir, um auch Fragen der Leser des Pressure Magazines an die Drei stellen zu können und hoffen, dass diese in den folgenden Antworten zufriedenstellende Informationen vermitteln. Da manche Fragen recht ähnlich lauteten, bitten wir um Euer Verständnis, wenn wir sie nicht wortwörtlich gestellt haben und auch eigene Fragen an die Frau und den Mann brachten.

Alexander Klaws im Interview

2003 gewann Alexander die erste Staffel von “Deutschland sucht den Superstar”. Es folgten inzwischen fünf Alben sowie diverse Gold- und Platinauszeichnungen. Doch auf diesen Lorbeeren wollte er sich nicht ausruhen und ließ sich an der Joop van den Ende Academy zum Musicaldarsteller ausbilden. Sein Bühnendebüt gab er 2006 in der Musicalversion von Roman Polanskis Tanz der Vampire in Berlin. Bis zum Frühjahr 2008 spielte er dort die Rolle des Alfred. Sein schauspielerisches Können erweiterte Alexander im TV bei der Sat.1 Telenovela “Anna und die Liebe”.

Es folgte die Hauptrolle in Disneys Musical TARZAN®. Als Titelfigur des Musicals schwingt er sich seit Mai 2010 durchs Theater, vollbringt akrobatische Höchstleistungen und singt zudem noch. Eine ganz neue Herausforderung.

Live dabei sein? Tickets für Best Of Musical gibt’s bei Eventim

Du hast mit Sabrina Weckerlin bereits 2005 zusammen das Duett “All I ever want” / “Alles” gesungen. Wie ist es jetzt für die Dich nach so langer Zeit wieder gemeinsam auf Tour zu sein und auf der Bühne zu stehen?

Wir haben uns ehrlich gesagt ziemlich kaputt gelacht, denn die Musicalwelt ist an und für sich klein. Zwischendurch hat man sich natürlich getroffen und es war witzig und schön sich auf diese Weise auf der Bühne wiederzusehen. Sabrina hat sich in der Zwischenzeit wahnsinnig weiterentwickelt und es ist toll zu sehen wie hart sie arbeitet. Wir waren damals ja alle noch jünger und haben uns gelinde gesagt den A**** aufgerissen in den letzten Jahren, um weiter zukommen und es ist toll sich immer mal wieder zu sehen.

Hättest Du das damals gedacht, dass Ihr einmal gemeinsam Teil einer solchen großen Produktion sein würden?

Wenn man viel erreichen will in der Musicalbranche, dann gehören gewisse Dinge einfach dazu. Ein Best of Musical mitzumachen gehört auf jeden Fall dazu, als größte Musicalproduktion Europas. Da ist es natürlich Zufall und auch echt schön, wenn man sich nach so vielen Jahren im Rahmen einer solchen Produktion wiedersehen kann. Ist ne echt interessante Frage, und ich muss echt tief wühlen – weil so was kann man wirklich nicht planen.

Das DSDS Erbe hängt dir ja immer noch hin und wieder nach und natürlich muss man die Frage stellen, ob dir das im Nachhinein schadet oder weitergeholfen hat.

Mark Medlock ist ja neben mir der Einzige, der ein solches Format auch langfristig mitnehmen konnte. Es ist schwierig drauf zu antworten, denn ich gebe nichts auf das, was andere so sagen. Ich will etwas erreichen, was vor mir noch keiner erreicht hat. Jemand der aus dieser Sparte berühmt geworden ist, kann mit harter Arbeit auch sehr weit kommen. Ich bin noch lange nicht am Ziel meiner Träume, und meine beste Zeit wartet noch auf mich, auch wenn das gerade eine echt phänomenale Zeit ist mit vielen Preisen. Man sollte sich nie auf seinen Lorbeeren ausruhen.

Willst du denn eigentlich beim Musical bleiben?

Meine Spezialität ist es vielseitig zu sein. Wenn ich Bock habe mach ich Musical, wenn ich Lust habe nehme ich ein Album auf und bin kreativ mit eigenen Songs und wenn ich nichts mit Musik zu tun habe, stehe ich vor der Kamera. Ich erfinde mich also häufiger neu und entwickle mich weiter – wie ich zumindest im Sinne meines Publikums hoffe.

Tanzen oder Singen – Was erfordert mehr Disziplin und wie schwer war es „Mamma Mia“ in den Plateauschuhen zu spielen?

Die meiste Disziplin erfordert beides zusammen, denn ich habe ja früher weniger getanzt – erst recht nicht in solchem Schuhwerk! Ich hab zwar schon viel am Klavier gespielt und gleichzeitig gesungen, aber Singen und Tanzen zusammen ist eine ganz andere Sache. Bei Tarzan hab ich das nun das erste Mal mit der ganzen noch extremeren Körperlichkeit, die wirklich eine echte Fitness voraussetzt – aber es macht auf der anderen Seite auch enormen Spaß.

Die Stage hat ja eine eigene Schule – würdest du jemandem raten direkt dorthin zu gehen oder gibt es einen anderen idealen Weg in die Musicalbranche?
Es gibt keinen Universalweg! Es gibt Leute, die haben noch nicht einmal eine eigene Ausbildung und werden entdeckt und spielen eine Rolle. Andere wie ich werden angesprochen. So wollte Roman Polanski mich sehen, weil ich als Typ ideal gepasst habe. Ich habe dann vorgespielt und es hat einfach geklappt – so was plant man natürlich nicht. Daher kann man niemandem einen bestimmten Rat geben, außer sein ganzes Herz da rein zu legen. Der Gang zur Academy ist natürlich ein Weg nach oben, auch wenn man sich darüber im Klaren sein sollte, dass dies etwas kostet – das macht man nicht mal eben so und dauert vier harte Jahre mit extremer Disziplin mit Texten auswendig lernen, Tanzen, Choreografien einstudieren und, und, und… Jeder sollte in sich hineinhorchen und muss einfach schauen, ob es sein soll oder ob es eben doch nicht so ganz reicht.

Danke Alexander für deine Zeit direkt nach deinem Best of Musical Auftritt in München!

Interview von Ingo Horn

Tickets und Veranstaltungstermine

Tickets gibt es noch für die kommenden Shows in München (24.2. – 26.2.), Dortmund (28./29.2.), Nürnberg (2.3.-4.3.), Mannheim (6./7.3.), Leipzig (9.3.-11.3.), Frankfurt (13./14.3.) und Köln (16.-18.3.) ab ca. 30 € zu kaufen.

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Veranstalter Webseite: Stage Entertainment