PlayStation Vita – Mobile Gaming in seiner schönsten Form!

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Seit 2004 hat Sony den Handheld Markt aufgemischt und die Vormachtstellung von Nintendo mit einem exzellenten Stück Technik Paroli geboten. Die PlayStation Portable (kurz PSP) setzte sich jedoch nie wirklich gegen die Macht von Nintendo DS, 3DS und DSi durch. Trotzdem konnte Sony nahezu 70 Millionen Kunden von einer extrem hochwertigen Technik begeistern, so dass sich der Konzern dazu entschied ein gewagtes Experiment einzuleiten.

In Zeiten von Smartphone-Schwemmen, Apple Marketingpower und App-Wahnsinn veröffentlicht Sony eine komplette Neuentwicklung, die mit der guten alten PSP nur noch rudimentäre Verwandtschaft vorzuweisen hat. Die neue PlayStation Vita und begeistert damit Technikfreunde. Eine hochwertige Verarbeitung, Klavierlackoptik, eine touch-sensitive Kunststoffplatte an der Rückseite der Vita und sehr feingängige Eingabecontroller lassen beim Ersteindruck schon einmal kaum Wünsche offen.
Doch seine wahre Stärke spielt die Vita erst dann aus, wenn man einen der derzeit ca. 40 verfügbaren Titel gestartet hat. Anders als noch beim Vorgängermodell verzichtet Sony auf die umständlichen UMD Discs und lädt die Spiele komplett auf den leider extra zu bestückenden Flash-Speicher in einem nicht gängigen Format – hier muss ein Vita Käufer leider mit Extrakosten z.B. für eine 16GB Flashspeicherkarte rechnen.  Trotzdem bringt dies den Vitaspielern den Vorteil, nicht ständig als DJ agieren zu müssen, wenn er verschiedene Spiele hintereinander spielen möchte.
Nach einem kurzen Ladevorgang erstrahlt dann das Display der Vita mit einer Auflösung von 960×544 und weiß dank einer immensen Grafikpower im Gerät vollends zu überzeugen. Dank eines Vierkernprozessors glaubt man stellenweise an einer PlayStation 3 zu sitzen – nur eben im Bus, der U-Bahn oder im Park! Was Sony hier abliefert ist Technik vom Feinsten, die jedoch nach einem sehr speziellen Publikum verlangt.  Dazu ermöglichen zwei eingebaute Kameras (vorn und hinten) nicht nur normale Fotofunktionen, sondern auch nette Spielereien in den einzelnen Spielen, die Interaktionen notwendig machen.

Die Kontrolle von Spielen geht einfach und intuitiv von Statten, hat Sony doch zwei leichtgängige Analogsticks und eine Sechs-Achsen-Bewegungssteuerung implementiert, die keine Wünsche übrig lassen. Auch die Wirelessfunktionen Bluetooth, 3G und IEEE 802.11 ermöglichen eine gute Anbindung an das Internet zur Nutzung von Zusatzfunktionen oder einfachem mobilen Surfen

Leider besteht bei der Vita in vielen anderen Punkten noch etwas Nachrüstbedarf, da trotz einer 3G Funktion z.B. noch keine Telefonie möglich ist und mangels eingebauter Blitzfunktion auch die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen nicht so gut werden. In Zeiten, wo viele Benutzer bereits ein Smartphone mit gängigen Features verwenden, sollte Sony ernsthaft darüber nachdenken eine Telefonfunktion nachzurüsten, um eine Alternative für Handybesitzer darzustellen. In der jetzigen Ausstattung jedoch ist die Vita ausschließlich für Hardcore-Zocker geeignet, die grandiose Gaming-Unterhaltung auch mobil genießen möchten.

Technische Spezifikationen

PS Vita Technische Details
Prozessor ARM Cortex-A9 (vier Kerne)
Grafikprozessor Power VR SGX543
Maße 182×18,6×83,5 Millimeter (Breite, Höhe, Tiefe)
Bildschirm (berührungsempfindlich) 5 Zoll (16:9), 960×544 Pixel, 16 Million Farben, OLED, kapazitiver Multi-Touch Bildschirm
Hinteres Touchpad Kapazitives Multi-Touchpad
Kameras Vorn und hinten
Sound Eingebaute Stereo-Lautsprecher und ein eingebautes Mikrofon
Sensoren Sechs-Achsen-Bewegungssteuerung (Gyroskop und Beschleunigungsmesser integriert), elektronischer Kompass
Knöpfe PS-Knopf, Ein-/Ausschalter, Richtungstasten (oben/unten/links/rechts), Aktionsknöpfe (Dreieck/Kreis/Kreuz/Viereck), Schulter-Tasten (links/rechts), rechter Analogstick, linker Analogstick, Startknopf, Select-Knopf, Lautstärke-Regler (+/-)
Drahtlos-Kommunikation 3G-Unterstützung (große Variante), IEEE 802.11b/g/n (n = 1×1) WLAN (Infrastruktur-Netz/Ad-hoc-Netz), Bluetooth 2.1+EDR (A2DP/AVRCP/HSP)