Vom Minirock bis zur Mondlandung
Die 60er Jahre stehen für Aufbruch und Veränderungen, die bis heute in vielen gesellschaftlichen Bereichen nachwirken. Der „Atlas der 60er Jahre“ stellt viele davon auf über 200 Info-Kartografiken visuell ansprechend dar. Dadurch findet man auch als Mensch, der damals nicht live dabei sein konnte, sofort Orientierung und bekommt einen echten Einblick inklusive spannender Hintergrundinformationen.
Zum Beispiel zeigt der Atlas, wie die Welt durch die Kuba-Krise beinahe in einen dritten Weltkrieg geschlittert wäre oder wie viele Staaten in Afrika in diesem Jahrzehnt ihre kolonialen Fesseln abschüttelten. Natürlich finden auch historisch unblutige Ereignisse wie die erste Mondlandung oder die Wahl von John F. Kennedy zum Präsidenten der USA ihren Platz.
Beatles, Rolling Stones und die Beatmusik der 60er Jahre
Letzterer gehört neben Bruce Lee, Jimi Hendrix, Muhammad Ali und anderen zu den amerikanischen Ikonen dieses Jahrzehnts. In Europa stechen vor allem zwei Bands heraus: die Beatles und die Rolling Stones. Die Beatmusik eroberte von England aus die Welt. Die Beatles wurden zur erfolgreichsten Band der Rockgeschichte und halten bis heute den Rekord für die meisten Nummer-1-Hits in den Billboard Hot 100 Charts: 20!
Beinahe 700 Konzerte bestritt die Band in ihrem Heimatland, etliche davon in den Beatclubs der Hauptstadt. Dort spielten auch die Rolling Stones über 100 Konzerte in nur 18 Monaten, bevor sie zu Weltstars wurden.
London als kulturelle Metropole der 60er Jahre
London war definitiv eine der kulturellen Metropolen der 60er Jahre. Das konnte man auch im Bereich der Kunst sehen. Pop-Art wurde populär und begeistert bis heute durch die Werke von Andy Warhol, James Rizzi und Co. die Menschen.
Auch im Bereich der Mode gab London die Richtung beziehungsweise den Stil vor. Die Modegeschäfte in der Londoner Carnaby Street nahmen den individuellen Zeitgeist und den Wunsch nach Selbstverwirklichung vieler junger Menschen auf. Nicht nur die Hippies identifizierten sich mit diesem Stil. Sie kultivierten ihn auch als Teil ihrer Friedens- und Freiheitsbewegung.
Weitere Info-Karten über die Hippies gibt es unter anderem zu den Musikfestivals der 60er Jahre, Woodstock, Haschisch und Haight-Ashbury als Hippie-Zentrum.
Fazit: Warum sich der Atlas der 60er Jahre lohnt
Beim „Atlas der 60er Jahre“ handelt es sich um ein umfassendes Nachschlagewerk, das im Vergleich zu Wikipedia oder anderen digitalen Info-Seiten didaktisch stark reduziert ist und optisch unterhaltsam gestaltet wurde. Dadurch ist es sowohl für die Boomer-Generation als auch für jüngere Generationen verständlich und ansprechend.
Wer sich für die 60er Jahre, Zeitgeschichte, Musikgeschichte, Pop-Art, Mode, Hippie-Kultur oder gesellschaftliche Umbrüche interessiert, bekommt mit diesem Atlas einen kompakten und visuell starken Überblick über eines der prägendsten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts.
Buch-Review von Sven






















