Guano Apes Band Foto

Bandhistorie:

Die Guano Apes – wiedervereinigt in der Besetzung, die ihnen den größten Erfolg bislang bescherte (Henning Rümenapp, Dennis Poschwatta, Stefan Ude und Sandra Nasic) – sind eines dieser ganz seltenen Phänomene: Eine deutsche Band mit internationalem Erfolg.

Ihr Debütalbum “Proud Like A God” allein erreichte, angetrieben von der Hitsingle “Open Your Eyes”, in zahlreichen Ländern Gold- und Platinstatus und führte die Band für 18 Monate auf Tour durch Europa und die USA. Selbst als die Apes sich schon lange zurückgezogen hatten, erwies sich die Single “Big In Japan” als self fulfilling prophecy und wurde 2009 zur offiziellen Hymne des Formel 1 Grand Prix von Japan. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Plan, wieder gemeinsam Musik aufzunehmen, bereits Formen angenommen. Wenn du dein Comeback planst, ist eines ganz klar: Du musst mindestens so gut sein wie vor deinem Abschied, wenn nicht sogar besser. Du willst schließlich Ali sein und nicht Foreman. Es ist daher eine ganz besondere Freude, dass die Guano Apes tatsächlich noch energiegeladener, klarer und fitter als je zuvor klingen. Und sie kommen mit ungeheurer Schlagkraft.

Bel Air, der berühmteste Stadtbezirk von Los Angeles (“ein Teil der Stadt, aber auch abseits von ihr” – wie einmal in der L.A. Times geschrieben wurde), ist für das neue Album titelgebend. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Band bewusst neues Territorium betreten und nicht bei ihren alten Mustern bleiben will. Von den hymnenartigen Meeren in “When The Ships Arrive” bis zum spielerischen Ausflug zu “Sunday Lover” wird Sandras außergewöhnliche Vocal Performance von einer laserscharfen Rhythmussektion begleitet, mit der die Band die Bühne mit neuer Kraft zurückerobern wird. Die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Jon Schumann hat sich als sehr fruchtbarer Schritt erwiesen. Seine geniale Arbeit mit Bands wie Carpark North, Mew und Kent hat ihm schon Grammys in Schweden und seinem Heimatland Dänemark eingebracht. Dazu kommen der dreifache Grammy-Gewinner Tom Lord-Alge (U2, Coldplay, Oasis und Pink sollten hier als Referenzen genügen), Terry Date (Pantera, Soundgarden) und Randy Staub (z.B. Metallica, Nickelback), die das Album abgemischt haben. Das Ergebnis ist eine neu belebte Band, die besser klingt als je zuvor. Und mehr als das: Ein Gefühl der Selbstsicherheit umgibt die Musiker, als hätten sie aus den manischen Taten der Vergangenheit gelernt und ihren eigenen abgesteckten Raum erschaffen, in dem sie ihre Musik schreiben und spielen können; ohne all die Berater, Skeptiker und Schleimer, die bei einer jungen Band, die gerade erst zu sich selbst findet, so viel Verwirrung anrichten können. Wenn Sandra Nasic singt “This time I will make sure you won’t feel insecure” (“Diesmal werde ich dafür sorgen, dass du dich nicht unsicher fühlst”), spricht sie zu sich selbst und zu ihrer Band genauso wie zu dem Publikum, das mit ihrer Musik aufgewachsen ist. Vielleicht ist “Fire in Your Eyes” eine unterschwellige Anspielung auf “She Sells Sanctuary” von The Cult – einer Band, die nicht gerade für ihre Zurückhaltung bekannt ist – und es scheint wirklich so, als seien die Guano Apes jetzt zu allem bereit.

Besetzung:

Henning Rümenapp

Dennis Poschwatta

Stefan Ude

Sandra Nasic

Diskografie:

Open Your Eyes (MCD – 1997)

Proud Like A God (CD – 1997)

Don’t Give me Names (CD – 2000)

Walking On A Thin Line (CD – 2003)

Live (Live – 2003)

Planet Of The Apes (Compilation – 2004)

Planet of the Apes – The Documentary (DVD – 2005)

Lost (T)apes (CD – 2006)

Bel Air (CD – 2011)

Webseiten:
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