Label: Nordic Records
Veröffentlichung: 02.03.2010

Mandoline, Geige und Punkrock finden wir bei Paddy and the Rats‘ Debütalbum  „Rats on Board“. Mit ungarischem Akzent singend haben sie es sich zum Ziel gesetzt, die Pubkultur Irlands mit Punkrock zu verbinden. Dazu gehört neben dem zuvor genannten traditionellen Instrumente natürlich auch der dezent zum Einsatz gebrachte Dudelsack.

Sie singen von Krieg mit den Engländern, von Whiskey, davon, dass sie Krieger im  Namen des heiligen Patrick sind und auch ansonsten scheinen sie sich zwischen Seemännern („The Six Rat Rovers“) und hässlichen, besoffenen Frauen („Ugly drunken woman“) in finsteren Spelunken ganz wohl zu fühlen. Gute Katholiken sind sie trotzdem („Song of Leprechaun“).

So schaffen sie es fast alle Klischees über Irland in 15 dreiminütige Songs einzupacken.

Und musikalisch sind sie sicher nicht schlecht. Allerdings auch nicht besonders aufregend. Sie besitzen exakt ein Songschema (ruhiger Anfang, dann wird drauf los gekloppt) und man wird das Gefühl nicht los, dass man diese Idee, irischen Folk mit Punk zu verbinden, schon mal woanders und da auch viel gelungener  gehört hat.

Erst am Ende des Albums werden sie richtig gut – mit zwei traditionellen Songs. „What shall we do with the drunken sailor“ präsentieren sie unheimlich kraftvoll und „Bully in the alley“ erfreut damit, als einziges Lied auf dem Album keine verzerrten Gitarren erklingen zu lassen. Hier hört man den Pub und seine Atmosphäre, von dem sie die ganze Zeit reden.

Denn dort scheint sich für die Jungs mit den irischen Pseudonymen das Leben abzuspielen. Zumindest, wenn man ihrem Song „Bang” Glauben schenken darf: „ When I go out with my Paddys, we don’t like drink bloody water, and when I drink a Whiskey, that’s always what I do.“ So einfach kann das Leben sein.



Review von Dyk Bonkers

Wertung: 0=3 Sterne

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